Stiftung

 

 

Die MARIA WIMMER STIFTUNG stellt sich mit der Präambel ihrer Satzung vor:

 

Der Schauspielerin Maria Wimmer ist es ihr ganzes berufliches Leben hindurch, 65 Jahre lang, vergönnt gewesen, in ihrem Beruf höchst erfolgreich tätig zu sein. Sie hat die Gunst des Schicksals stets mit Dankbarkeit als eine Gnade empfunden und über dem sich einstellenden Wohlstand nie vergessen, dass viele ihrer Schauspielerkollegen und -kolleginnen ungleich weniger gut situiert sind, bis hin zu akuten Notfällen. Es war deshalb ihr Wunsch, dass Schauspielern und Schauspielerinnen, gleich welchen Alters, die in finanzielle Not geraten sind und dadurch ihre berufliche Perspektive zu verlieren drohen, in unkonventioneller und einfühlsamer Weise geholfen wird und sie so ihre künstlerische Tätigkeit weiterführen können. Sie hat verfügt, dass der Großteil ihres Nachlasses in Form einer Stiftung in diesem Sinne zu verwenden ist.

Maria Wimmer hat sich bewusst dafür entschieden, diese Mittel nicht als hochdotierten Ehrenpreis für ohnehin Arrivierte zu verwenden, sondern als direkte Hilfe für jene, die für die Schauspielkunst leben wollen und von ihr leben müssen, ohne immer von ihr leben zu können, und ohne die andererseits die Schauspielkunst in der erforderlichen Breite nicht existieren kann.

Die Maria Wimmer Stiftung wurde mit Stiftungsgeschäft von 26.01.1997 errichtet und am 27.01.1998 durch Urkunde der Regierung von Oberbayern genehmigt. Die Maria Wimmer Stiftung ist eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in München. Mit Freistellungsbescheid, zuletzt vom 14.08.0152, bestätigt das Finanzamt München für Körperschaften, das die Maria Wimmer Stiftung „ausschließlich und unmittelbar steuerbegünstigten gemeinnützigen und mildtätigen Zwecken“  im Sinne der §§ 51 ff der Abgabenordnung dient.

 

Die Kontonummer der Maria Wimmer Stiftung lautet:
DAB Bank AG
IBAN: DE69701204003073288007
BIC: DABBDEMMXXX

Zweck der Stiftung:

Die Förderung von Kunst und Kultur und die Unterstützung in finanzielle Not geratener Schauspieler.

Der Stiftungszweck wird insbesondere durch folgende Maßnahmen verwirklicht:

– Vergabe von Schauspielstipendien, Förderung der Schauspielkunst

– Förderung von  Schauspielkursen und berufsbezogenen Projekten

– Organisation und Durchführung von Theaterveranstaltungen als Hilfe zur Selbsthilfe für in finanzielle Not geratene Schauspieler,

– Vergabe von Zuschüssen zur beruflichen Weiterbildung und Finanzierung der Beratung und fachlicher Unterstützung von Schauspielern,

– Finanzierung von Krankenhausaufenthalten und Mieten von Schauspielern,

– Beiträge zum Lebensunterhalt von Schauspielern

Vorstand:
Ursula Utecht-Brunner (Vorsitzende)
Dieter Dorn
Prof. Jürgen Rose

Kuratorium

Stephan Dörschel
Jutta Wachowiak
Prof. Dr. Hans-Joachim Ruckhäberle

Die Stiftung ist seit nunmehr fast zwanzig Jahren tätig. Mit Freude kann man feststellen, dass Maria Wimmers Absicht Wirklichkeit wurde. Dank einer flexiblen Zweckbestimmung konnte in einer beachtlichen Reihe von Fällen schnell und unkonventionell geholfen werden. Von den Erträgnissen des Stiftungsvermögens waren bereits in den ersten Jahren Hilfeleistungen in 10-15 Fällen möglich.
Gefördert wurden:

– ältere erkrankte Schauspieler mit Beiträgen zum Lebensunterhalt und Übernahme von Krankenhaus- und Operationskosten,

– Schauspielschüler, denen ein Stipendium die Fortbildung ihrer Ausbildung ermöglicht hat, ohne dass sie sich in Nebentätigkeiten verzetteln mussten (und die dann mit Bravour bestanden).

– deutschsprachige Theatergruppen, auch Schauspielschüler aus Kasachstan (ehemals Wolga-deutsche) und Rumänien durch einmalige (Devisen-) Zuschüsse zum Lebensunterhalt,

– Aufführungsprojekte mehrerer Off-Theater, freier Theater-Kompanien und einer privaten (anerkannten) Schauspielschule.

Als wichtigstes Engagement in den ersten Jahren hatte die Maria Wimmer Stiftung erfolgreich die Federführung in einer konzertierten Aktion übernommen mit dem Ziel, einem der größten deutschen Regisseure der letzten Jahrzehnte das Dasein in schwerster Erkrankung bis zum Lebensende erträg-licher zu machen. Die Vorsitzende der Maria Wimmer Stiftung, Frau Ursula Utecht-Brunner, wurde für dieses soziale Engagement das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

In den letzten Jahren hat die Stiftung vermehrt freie Theatergruppen gefördert, da sich die ihnen gewährten öffentlichen Fördermittel als zunehmend unzureichend erwiesen. Als erwähnenswertes Beispiel ist dafür anzuführen, dass die freie transkulturelle Künstlergruppe transit@stuttgart mit der u.a. von der Maria Wimmer Stiftung geförderten Produktion „Ostwind“ den „tanz und theaterpreis der stadt stuttgart und des landes baden-württemberg“ 2015 gewonnen hat.